(Nachfolge-Folgen)
Ungeplante Nachfolge scheitert selten an fehlender Kompetenz. Sie scheitert daran, dass Übergänge mit Strukturen behandelt werden, die für Stabilität gedacht sind.
Wer frisch in Verantwortung ist, braucht keine endgültigen Antworten.
Was fehlt, ist eine Übergangsarchitektur. Etwas, das trägt, ohne festzulegen. Das Orientierung gibt, ohne zu zementieren.
In dieser Phase helfen keine klassischen Organigramme oder Zielbilder.
Was hilft, sind bewusst temporäre Strukturen:
– klare Zeiträume,
– explizite Übergangsrollen,
– regelmäßige Reflexionspunkte,
– geteilte Entscheidungsräume.
Das verändert Führung spürbar.
Teams erleben nicht Unsicherheit, sondern Ehrlichkeit. Nicht Stillstand, sondern Richtung. Verantwortung wird nicht verschoben, sondern gemeinsam gehalten.
Ungeplante Nachfolge wird dann nicht zur Dauerkrise, sondern zu einer gestaltbaren Phase.
Nicht alles muss entschieden sein. Aber es muss benennbar sein, was gerade Übergang ist.
Das ist für mich der entscheidende Perspektivwechsel:
Nicht schneller stabilisieren, sondern Übergänge professionell gestalten.
Meine Mini-Serie zu Nachfolge:
Persönliche Erfahrungen in Verbindung mit professioneller Organisations- und Führungsarbeit.
Stehst du vor der Frage, Nachfolger, Nachfolgerin zu werden? Oder bist es bereits? Lust in Austausch zu gehen?

