(Folgen zu Nachfolge)
In ungeplanter Nachfolge wird Bindung oft unterschätzt. Der Fokus liegt auf Stabilität, Entscheidungen, Fortführung. Beziehung läuft mit. So die Annahme.
Doch genau hier entscheidet sich, ob Führung trägt.
Menschen bleiben engagiert, wenn sie Orientierung spüren, gesehen werden und wissen, wofür ihr Einsatz steht. Fehlt das, entsteht Distanz. Nicht als Protest, sondern als Selbstschutz.
Bindung ist deshalb kein Kuschelthema. Sie ist eine Voraussetzung für Leistung, Verantwortung und Verlässlichkeit. Gerade dann, wenn Führung neu ist und noch keine Routine hat.
Wer frisch in Verantwortung ist, muss nicht alles wissen. Aber sichtbar sein. Ansprechbar. Klar in der Haltung. Das schafft Vertrauen, auch in Zeiten von Veränderung.
Strukturell gedacht ist das genau der Punkt, an dem präventive Führung ansetzt. Rollen klären. Erwartungen benennen. Austausch ermöglichen. So, wie es auch im Sinne von INQA (Initiative Neue Qualität der Arbeit) gedacht ist: nachhaltig, beteiligungsorientiert, gesund.
Ungeplante Nachfolge zeigt sehr deutlich: Bindung entsteht nicht nebenbei. Sie wird gestaltet. Und sie ist eine der stärksten Ressourcen in Übergängen.
Meine Mini-Serie zu Nachfolge:
Persönliche Erfahrungen in Verbindung mit professioneller Organisations- und Führungsarbeit.
Stehst du vor der Frage, Nachfolger, Nachfolgerin zu werden? Oder bist es bereits? Lust in Austausch zu gehen?

