Meine Miniserie zum Thema Nachfolge
Ungeplante Nachfolge wird von außen oft missverstanden. Als wäre da ein gemachtes Nest. Ein Unternehmen, das man einfach übernimmt. Sicherheit inklusive.
So fühlt es sich innen selten an. Wer ungeplant Verantwortung übernimmt, tritt in bestehende Spannungen ein. In Erwartungen, die nie ausgesprochen wurden. In Loyalitäten, die wirtschaftliche Entscheidungen prägen. Und nicht selten in Schuldgefühle gegenüber Familie, Mitarbeitenden und dem eigenen Leben.
In familiengeführten Unternehmen sind Zahlen immer mit Beziehungen verbunden. Das macht sie komplex. Und genau darin liegt ihre Kraft. Denn wo Beziehung ernst genommen wird, entstehen Bindung und Langfristigkeit.
👍 Was hilft: Struktur schaffen, wo Gefühle dominieren.
👍 Austausch mit Gleichgesinnten, zum Beispiel in regionalen Unternehmenskreisen (Wirtschaftsjunioren Hessen e.V. oder selbst initiierten ErFa-Runden (Dein Vater, liebe Isabel Hahn war eine große Stütze damals für mich), in denen offen über Verantwortung gesprochen werden kann.
Beziehung braucht Reflexion, nicht Schweigen.
Meine Intension dieser Postserie: Persönliche Erfahrungen in Verbindung mit professioneller Organisations- und Führungsarbeit. 😊 Was ich in die Welt trage, hat gelebte Erfahrung. Nachfolge zu sein, ist weit mehr als das, was wir sehen wollen.

